Wanda Badwal im Gespräch. Über Selbstfindung, Neuanfänge und darüber, das erste OGNX Testimonial zu sein

Geposted von Sarina Kastendiek am

Wanda Badwal ist absoluter full time Yogi: sie arbeitet als Meditations- und Yogalehrerin, ist Kirtan Sängerin und Lifecoach -   und nun auch das erste offizielle Gesicht von OGNX. Ihr kennt sie sicher noch aus Germany’s Next Top Model und lange hat sie in Film und Fernsehen gearbeitet, bevor sie sich auf ihren Weg zum Yoga und inneren Selbst gemacht hat. Sie ist eine absolute Powerfrau, die mit Sanftheit, Stärke, Neugier und Abenteuerlustigkeit durchs Leben geht. Ein waschechtes #ognxgirl eben.

Wir freuen uns sehr, Wanda als unser erstes Testimonial vorzustellen. Für uns bedeutet das mehr, als dass sie lediglich das Gesicht der Marke ist. Wanda vertritt die gleichen Werte wie OGNX und zusammen wollen wir diese nach außen tragen.

Damit ihr Wanda ein bisschen näher kennen lernen könnt und wisst, woran sie momentan noch arbeitet, haben wir sie letzte Woche zu einem sehr persönlichen und tiefgründigen Interview getroffen:

Die letzten Jahre hast du auf Bali gelebt und unterrichtet. Was hat dich wieder nach Deutschland geführt und hast du vor, nun hier zu bleiben?

Nach 3 Jahren intensivem Selbststudium, Fortbildungen sowie dem Unterrichten von hunderten von Yoga Klassen wusste ich, dass es Zeit für den nächsten Schritt ist: das Gelernte sacken lassen, um es dann anzuwenden und weiterzugeben. Auf Bali habe ich Yoga auf ganzheitlicher spiritueller Ebene erfahren und studiert. Dazu gehören Techniken wie Pranayama, Mantren und Meditation, die uns helfen uns mit unserer wahren Natur zu verbinden. Diesen ganzheitlichen Ansatz von Yoga als spirituellen Weg der Selbsterfahrung möchte ich nach Deutschland bringen. Yoga wird im Westen leider häufig stark auf die körperliche Praxis reduziert. Dabei ist doch das eigentliche Ziel, dass wir uns wieder mit unserer wahren Natur, Atman - der Seele, verbinden. Diesen Wunsch habe ich: Menschen durch meine Arbeit wieder mehr mit ihrem Herzen und ihrem inneren Licht in Verbindung zu bringen.

Wie ist es für dich, wieder in Deutschland zu sein?

Ich hatte im Ausland die Möglichkeit, meine Herkunft und Wurzeln noch mal ganz neu und mit Abstand zu betrachten. Ich selbst habe Menschen nie nach ihrer Herkunft kategorisiert und auch mich selbst nie als "typisch deutsch" betitelt. Doch musste ich im Ausland feststellen, dass ich doch viel deutscher bin als gedacht (lacht). Ich mag Struktur, mich auf Menschen verlassen zu können, liebe geistigen, anregenden Austausch und tiefe Gespräche - ich bin also irgendwo doch ein Dichter und Denker (lacht). Zudem merkt man in einem Entwicklungsland wie Indonesien, in dem Frauen immer noch als zweitrangig angesehen werden und es kein funktionierendes Rechts- und Gesundheitssystem gibt, wie gut wir es in Deutschland haben. Wir haben ein Gesundheits- und Sozialsystem, das uns auffängt. Wir Deutschen haben es verdammt gut. Ich weiß solche Dinge nun mehr zu schätzen denn je.

Wo dürfen wir uns denn auf Stunden und Workshops mit dir freuen?

Ich bin noch bis Ende Juli bei Patrick Broome in München und vertrete seine Stunden über den Sommer,  während er die Jungs von unserer Nationalmannschaft in Russland unterrichtet. Im August bin ich dann für Workshops in Hamburg, im September mit OGNX auf Mallorca und im November gebe ich mein erstes eigenes 200 Stunden Yoga Alliance zertifiziertes Teacher Training auf Bali - es gibt auch noch ein paar freie Plätze! Wer übrigens gerne online mit mir praktizieren möchte, der findet mich auch bei yogaeasy. Außerdem veranstalte ich regelmäßig eine Free Live Yoga & Meditation Session auf meiner Facebook Page. Das geht super easy, einfach meine Seite liken und die Augen bei Instagram offen halten, wann die nächste Session stattfindet. Ich freu mich jedes Mal, wenn viele Yogis aus ganz Deutschland und teilweise auch Europa dabei sind.

Du hast dich in deinem Leben schon mehrfach neu erfunden und große Veränderungen gewagt. Wie konntest du den Mut für diese Neuanfänge finden?

Mhm, gute Frage! Ich bin schon von Natur aus ein abenteuerlustiger, kreativer und wissbegieriger Mensch. Ich muss manchmal schmunzeln, wenn ich diesen Spruch „life happens out of your comfort zone“ sehe, weil ich das Gefühl habe schon fast mein ganzes Leben außerhalb meiner comfort zone zu leben (lacht). Zugegeben, manchmal ist das echt anstrengend… aber grundsätzlich mag ich Herausforderungen und möchte mich selbst und andere Menschen besser verstehen lernen. Schon seit meiner Teenager Zeit stelle ich mir die großen Fragen des Lebens: Wer bin ich? Was soll das Ganze hier? Warum leben wir und warum müssen wir sterben? Viele Antworten habe ich für mich im Yoga gefunden.

Und natürlich gibt es auch viele Menschen, die von Natur aus eher introvertiert oder ängstlich sind. Ich finde es wichtig, sich nicht zu vergleichen, sondern sich im eigenen Tempo vorzuwagen. Denn jeder von uns ist in seinen Fähigkeiten und Ängsten individuell geprägt. Das heißt für ängstlichere Menschen, lieber kleine Schritte ins Neue und Unbekannte zu wagen.

Und noch als ganz genereller Tipp: Wenn wir Dinge nicht selbst probieren, wissen wir nie, ob sie zu uns passen oder nicht. Mit bloßer Theorie und Nachdenken kommen wir meist nicht weiter. Nur wenn wir etwas ausprobiert haben, wissen wir hinterher, ob es das Richtige für uns war.

Es ist nicht immer leicht seinen Weg zu finden. Was würdest du jemanden raten, der sich sich verändern will und Neues für sich sucht, aber vielleicht noch nicht weiß wohin er möchte?

Unsere Welt dreht sich immer schneller, wird immer lauter und wir werden täglich mit zahlreichen Informationen bombardiert. Da kann man sich leicht überfordert fühlen. Viele von uns haben den Kontakt nach Innen verloren, zu den eigenen Gefühlen und zum eigenen Herzen. Dies wieder zu finden, kann über verschiede Wege passieren. Yoga ist einer davon, genau so auch Meditation, Atemtechniken und Mantra Praxis. Deshalb versuche ich in meinen Stunden viele dieser Bausteine zu integrieren, um die Menschen auf den verschiedene Ebenen abzuholen. Vielen hilft es auch, in der Natur zu sein. Anderen hilft es zu joggen, zu tanzen, zu reiten, mit Tieren zusammen zu sein. Seine Gedanken aufzuschreiben und auf Papier zu bringen hilft grundsätzlich immer, um mehr Klarheit zu gewinnen. Alles was wir brauchen, alle Antworten sind sowieso schon in uns vorhanden. Wir müssen nur diesen lauten Geist beruhigen, um das, was darunter vergraben ist, wieder hervorzubringen.

Wie können wir Yoga und die Prinzipien dahinter nutzen, um uns selbst zu finden und somit auch unseren Weg im Leben?

Ganz egal warum wir uns zunächst einmal auf der Matte einfinden, ob es nun Rückenschmerzen sind oder wir einfach Kraft aufbauen wollen: Yoga wirkt, ob wir es bewusst wahrnehmen oder nicht. Früher oder später öffnet es bei jedem Menschen Tore - Tore zum Herzen. Dafür muss man erst mal gar nicht mehr tun, als regelmäßig zu praktizieren :) Und wenn Gefühle, Erinnerungen und auch Traumata  hochgespült werden, dann soll das so sein. Yoga ist eine Praxis der Reinigung. Reinigung von all den Giften und schlechten Einflüssen, inneren wie äußeren, die wir mit uns herumtragen, die aber unseren wahren und puren Kern verschleiern. Wer sich also nach dem ersten Heulausbruch in der Taube oder Savasana noch besser kennenlernen möchte, der ist eingeladen dort weiterzugehen, z.B. mit einem Coach, Heiler oder Therapeuten. Als Yogalehrer sehe ich mich als Türöffner zur inneren Welt. Dann ist es an jedem Schüler selbst, wie schnell und tief er oder sie in die inneren Schichten vordringen möchte. Das erfordert viel Mut und die Bereitschaft, sich Schmerz und Ängsten zu stellen. Aber ich verspreche, es lohnt sich, auch wenn wir erst mal viel durchs Dunkle tappen - das Licht am Ende des Tunnels ist nah. Licht und Schatten gehören zusammen wie zwei Seiten einer Münze.

Häufig wird davon gesprochen, wie Yoga und Meditation Einfluss auf unser Leben haben. Welchen Einfluss hatten die Veränderungen und Ereignisse in deinem Leben auf deine Yoga-Praxis?

Durch mein Studium auf Bali und in Indien hat sich meine persönliche Yoga Praxis sehr verändert. Sie hat sich erweitert, ist reicher und feinstofflicher geworden. Sie besteht fast jeden Morgen aus Pranayama, Meditation, Bandha und Mantra Praxis und einer anschliessenden Asana Praxis. Für mich hört Yoga nicht mehr auf, wenn ich von der Matte herunter trete. In Sanskrit bedeutet das Wort Yoga Einheit oder Verbindung. Für mich ist Yoga weit mehr als körperliche Übungen, es ist eine Geisteshaltung, eine Achtsamkeitspraxis und ein Lebensweg.

In der Praxis kann man sich z.B. über den Alltag verteilt immer wieder folgende Fragen stellen: Wie sehr bin ich jetzt grade mit meiner Atmung oder meinem Körper verbunden? Wie achtsam bin ich? Wie präsent und in Einheit bin ich mit mir selbst und dem Menschen, der mir gegenüber steht? Höre ich wirklich zu? Trage ich Liebe und Mitgefühl in meinem Herzen, für mich selbst und für andere Lebewesen? Denn wann immer wir jemand anderen verurteilen, verurteilen wir letztlich auch uns selbst. Wie hart wir mit anderen ins Gericht gehen ist ein Spiegel davon, wie hart wir mit uns selbst in Gericht gehen. Die Yogapraxis hört also nie auf, es ist eine innere Praxis des Bewusstwerdens.

Du bist nun das erste offizielle Gesicht von OGNX. Was verbindet dich mit uns?

Ich lebe selbst zu etwa 80% vegan. Das heißt ab und zu esse ich schon mal ein Bio Ei oder trinke Kuhmilch im Café. Aber ich achte darauf, mich hauptsächlich von pflanzlichen Produkten zu ernähren. Aus dem Grund passt OGNX als veganes Label, das auf faire Produktionsbedingungen Wert legt und mit Bio Baumwolle sowie recycelten Materialien arbeitet, perfekt zu meiner Lebenseinstellung! Ich würde mir wünschen, dass noch mehr Menschen ihre Entscheidungsmacht erkennen und sich bewusst werden, dass wir mit unserem Konsumverhalten die Welt beeinflussen können. Ich persönlich bin gerne bereit auch mehr Geld für ein Kleidungsstück auszugeben, wenn ich weiß, dass es unter fairen und nachhaltigen Bedingungen produziert wurde.

Mir gefallen die Designs von OGNX sehr, ich liebe die Baumwoll-Leggings, sie sind einfach super comfy. Außerdem liebe ich die Lounge und Home Wear, da ich selbst auch oft von Zuhause arbeite und es bequem am Schreibtisch mag, z.B. in den Harems Hosen und ich liebe die Pullover, sie sind einfach super stylisch und dazu bequem - wusstest du wie schwer es ist schöne Pullover zu finden? 

Davon abgesehen finde ich das gesamte OGNX Team sehr sympathisch und mir gefällt das Familiäre im Unternehmen ausgesprochen gut. Ich verstehe mich auch privat mit der Gründerin und Geschäftsführerin Nina hervorragend. Es war bei uns quasi Liebe auf den ersten Blick (lacht). Manchmal gibt es so Begegnung im Leben, bei denen man einfach spürt: Das passt! Ich freue mich sehr, das neue Gesicht von OGNX zu sein und kann diese Marke auch einfach mit gutem Gewissen vertreten.

Hast du ein bestimmtes Lieblings-Muster oder -Outfit?

Ich liiiiiiieeeebe die Keffiah Leggings in rosé. Sie hat eine perfekte Passform macht einen sexy Po, die Bio Baumwolle ist super weich und angenehm auf der Haut und dabei aber auch nicht zu dünn im Stoff. Einfach super!

 

Mehr Infos zu Wanda und ihren Events findet ihr auf ihrer Homepage  http://www.wandabadwal.com sowie alle Details zu ihrem Remember who you are – Teacher Training

Folgt Wanda auch auf Instagram und Facebook, dort teilt sie Einblicke aus ihrem Leben, Inspirationen und Tipps rund um die Themen Yoga, Selbstfindung und Meditation.